Wiebke
Papenbrock

Sozialdemokratin und Bundestagskandidatin für den Nordwesten Brandenburgs

Meine Politik

Der Wahlkreis, für den ich bei der Bundestagswahl im September 2021 für die SPD antrete, liegt zentral in Norddeutschland auf halber Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Er reicht von der Elbe und die Prignitz über das Ruppiner Land bis zum nördlichen Havelland. Mit mehr als 5200 Quadratkilometern gehört er zu einem der größten Wahlkreise in Deutschland.

Meine Ausbildung und meine beruflichen Stationen zogen mich für einige Zeit nach Hamburg, Berlin und ins Ausland. Der Brandenburger Nordwesten ist dabei immer mein Zuhause geblieben. Meine 14-jährige politische Erfahrung als Abgeordneten-Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag und als Referentin im Bundespresseamt möchte ich künftig selbst für meine Heimat einsetzen und eine starke Stimme im Bund sein. Drei Themen liegen mir dabei besonders am Herzen: Unsere Gesundheitsversorgung, die Themen Infrastruktur und Verkehr und unsere Bildung.

Gesundheitsversorgung

Gesundheits-
versorgung

Corona führt uns täglich vor Augen: Wir brauchen dringend eine gute medizinische Versorgung für alle Menschen. Das ist nicht nur in diesen außergewöhnlichen Pandemie-Zeiten wichtig, sondern das war es auch schon vorher und wird es auch bleiben. Eine gute Gesundheitsversorgung ist ein zentrales Element der öffentlichen Daseinsvorsorge und gleichwertiger Lebensverhältnisse – gerade auch bei uns im ländlichen Raum mit den weiten Wegen.

In Städten und Ballungsräumen mangelt es nicht an zahlreichen Arztpraxen und Krankenhäusern. Dagegen ist es auf dem Land nicht so leicht, Ärztinnen und Ärzte zu finden, die sich hier niederlassen. Auch in Krankenhäusern können bestimmte Leistungen mitunter nicht mehr angeboten werden. Die Geburtshilfe ist so ein Beispiel: Anfang des Jahres 2021 hat erneut ein Krankenhaus im Nordwesten Brandenburgs seine Geburtsstation wegen Personalmangels geschlossen. Die Folge: Werdende Mütter haben jetzt einen langen Weg vor sich. Dieser Personalmangel hat vor allem mit den Löhnen und den Arbeitsbedingungen zu tun, aber auch mit den Finanzierungsstrukturen. Das muss sich ändern. Die Krankenhaus-Finanzierung muss so geregelt werden, dass alle notwendigen Leistungen verfügbar sind.

Um Menschen auch weiterhin für Berufe im Gesundheits- und Pflegebereich zu begeistern, brauchen wir bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen. Ich unterstütze die Idee der 35-Stunden-Woche bei voller Bezahlung, damit mehr Zeit für die Familie bleibt. Arbeitszeiten und Dienstpläne müssen verlässlich sein und Löhne mit dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst vergleichbar werden.

Um Ärztinnen und Ärzte für das Landleben zu gewinnen, haben wir schon heute verschiedene Förderprogramme. Angehende Mediziner erhalten zum Beispiel durch ein Praktisches Jahr Einblick in den Arbeitstag einer Landärztin oder eines Landarztes. Ich setze mich zudem dafür ein, dass wir den medizinischen Nachwuchs in unserer Region ausbilden – zum Beispiel an der Medizinischen Hochschule Brandenburg in Neuruppin. Mein Ziel ist es, dass die angehenden Mediziner auch nach ihrem Studium gerne in unserer schönen Region bleiben, um hier zu leben und zu arbeiten.

Die Infrastrukturprojekte bei uns im Nordwesten Brandenburgs müssen jetzt vorangebracht werden. Ich denke an schnelles Internet und eine lückenlose Netzabdeckung. Und ich denke an die Berlin-Anbindung der Regionalbahn RE6 und an den Bahnhof Wittenberge. Chancen hierfür bietet zum Beispiel der Bundesverkehrswegeplan, der in den kommenden Jahren überarbeitet wird. Mit ihm plant die Bundesregierung zentral die Modernisierung der Straßen, Schienen und Wasserwege.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie dringend wir eine bessere Verkehrsanbindung in unserer Region brauchen. Für Berufspendler, Schüler und für alle, die privat schneller unterwegs sein wollen. Und selbstverständlich für diejenigen, die für ihren Urlaub in unsere schöne Region reisen. Der RE6 ist die einzige Regionalbahn in Brandenburg, die nicht direkt nach Berlin fährt. Deshalb steht die Anbindung ganz oben auf meiner Agenda – auch jetzt schon als Kreistagsmitglied.

Viele Menschen, die in und um Wittenberge leben, arbeiten in Berlin und Hamburg. Sie sind auf eine gute Verkehrsanbindung angewiesen. Zwar fahren täglich bis zu 60 Züge im Halbstundentakt zwischen Elbe und Spree. Sie halten aber nur selten in Wittenberge. Das soll sich ändern! Ich setze mich dafür ein, dass Wittenberge öfter angefahren wird.

Thema Internet und Mobilfunknetze: So schön unsere Natur und die vielen Naturparks in unserer Region sind, so ärgerlich sind häufige Funklöcher und fehlendes Internet. Ich möchte, dass wir beides haben: unberührte Landschaften, die unsere Region so lebenswert machen, auf der einen Seite und Highspeed-Internet und ein zuverlässiges Mobilfunknetz auf der anderen Seite.

Verkehr und Infrastruktur

Bildung

Gute und moderne Bildung, die alle Kinder und Jugendlichen im Blick hat, ist mir ein persönliches Anliegen. Unsere Kinder und Enkel verbringen auch dank des Ganztagsangebots oft viele Stunden in der Schule und sollen natürlich gerne dorthin gehen. Manche Schulen sind aber sanierungsbedürftig und müssen besser ausgestattet werden. Ich mache mich dafür stark, dass die vielfach nötigen Sanierungsarbeiten nicht länger durchs Raster fallen.

Dazu gehört auch, dass wir eine bessere digitale Ausstattung in jedem Klassenzimmer bekommen: WLAN, digitale Tafeln, Tablets und Lernplattformen. Und wir brauchen natürlich entsprechend geschulte Lehrkräfte, die unsere Kinder und Enkel fit für die Zukunft machen. Der Schlüssel dazu kann nur heißen: mehr Investitionen in Schulen und Bildung. Das ist gerade in dieser außergewöhnlichen Pandemie-Zeit, die Kindern und Jugendlichen so viel abverlangt, besonders wichtig. Bis wir die pandemiebedingten Bildungslücken bei unseren Kindern und Enkeln wett gemacht haben, wird viel Zeit vergehen. Dafür braucht es neue Konzepte und gutes Personal. Wir müssen Bildung neu denken!

Mein Leben

Zusammen mit meiner vier Jahre jüngeren Schwester bin ich im brandenburgischen Walsleben aufgewachsen. In meiner Familie interessieren sich alle sehr für gesellschaftliche Fragen. Am Esstisch haben wir immer viel über Politik diskutiert. Mit dieser Freude an Austausch – auch bei kontroversen Themen – bin ich aufgewachsen. Meine Eltern haben beide immer viel gearbeitet und keine Herausforderung gescheut. Das hat mich stark geprägt. Mut, Neues zu wagen und Veränderungen anzunehmen, das habe ich von ihnen gelernt.

2009 sind meine Eltern nach Südamerika gereist und mit der Idee im Gepäck nach Brandenburg zurückgekehrt: „Wir gründen eine Alpakafarm!“ Bis heute ist daraus ein richtiger Familienbetrieb geworden. Inspiriert durch meine Eltern beschäftige ich mich viel mit landwirtschaftlichen Themen, mit Nachhaltigkeit und regionaler Wertschöpfung. Von ihnen habe ich auch das Verständnis und großen Respekt für Handwerksbetriebe mit auf den Weg bekommen.

2019 kam mein Sohn auf die Welt. Mit meiner Familie wohne ich in Neuruppin, weshalb ich zur Arbeit nach Berlin pendele. In Ostprignitz-Ruppin bin ich zu Hause. Hier tanke ich Kraft und hier möchte ich unsere schöne Heimat politisch mitgestalten.

Familie

Ausbildung, Studium und Beruf

Bevor ich beruflich zur Politik gekommen bin, habe ich eine duale Ausbildung zur Kommunikationswirtin absolviert. Dafür bin ich nach dem Abitur am Karl-Friedrich-Schinkel-Gymnasium in Neuruppin nach Hamburg gezogen. Ich wollte raus, Großstadt-Luft schnuppern und Neues erleben. Meine Ausbildung war sehr praxisnah: tagsüber Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Panasonic, abends noch mal die Schulbank drücken. In dieser Zeit habe ich alles rund um die Vermittlung von Informationen von der Pike auf gelernt.

Nach meiner Zeit in Hamburg trieb mich das Fernweh nach Neuseeland, wo ich ein Jahr mit einem Working-Holiday-Visum auf verschiedenen Weingütern gejobbt habe. So sparte ich mir Kost und Logis zusammen und habe dieses wunderschöne Land und seine Menschen kennengelernt.

Zwischen 2007 und 2016 habe ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Büroleiterin für zwei SPD-Abgeordnete im Deutschen Bundestag in Berlin gearbeitet. Hier habe ich wertvollen Einblick in die Parlamentsarbeit bekommen und unser Gesellschafts- und Finanzierungssystem verstehen gelernt.

Nach fast zehn Jahren Parlamentserfahrung wollte ich auch die Verwaltungsseite kennenlernen. Deshalb habe ich im Frühjahr 2016 die Chance ergriffen, und im Bundespresseamt in Berlin begonnen.

Ich interessiere mich sehr für Geschichte, Religion und die Kulturen der Welt. Deshalb und weil ich mich beruflich weiterentwickeln wollte, habe ich begonnen, berufsbegleitend zu studieren. Das war 2010. Tagsüber Bundestagsbüro, abends Uniseminar. So ging das über mehrere Jahre. Auf meinen kultur- und sozialwissenschaftlichen Bachelor folgte mein Masterstudium der Religions- und Kulturwissenschaften, ebenfalls an der Humboldt-Universität in Berlin, das ich 2018 erfolgreich abgeschlossen habe. Seit dieser Zeit weiß ich, wie organisiert und strukturiert man sein muss, wenn man Arbeit, Studium und Familie unter einen Hut bekommen möchte oder auch zwei Jobs hat.

Ich bin 2012 in die SPD eingetreten, weil ich von den Grundwerten einer freien, gerechten und solidarischen Gesellschaft zutiefst überzeugt bin. Oder um es mit der unvergleichbaren Regine Hildebrandt zu sagen: „Wir können uns stundenlang darüber unterhalten, daß in diesem System die Schwächeren unterjebuttert werden, det nützt ja nüscht – wir müssen wat dagegen tun!“ In meiner freien Zeit bringe ich mich deshalb wo immer möglich ein: als Mitglied im Kreistag Ostprignitz-Ruppin, im Vorstand der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik in Brandenburg e. V. und als stellvertretende Vorsitzende der SPD in meinem Landkreis.

Politisches Engagement

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